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REDjet mit Problemen?

Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass für die Fortführung des Flugbetriebs weitere Investitionen in Höhe von 8 Millionen US Dollar notwendig wären. Erschwerend kommt hinzu, dass die bisherigen Investoren offenbar nicht mehr gewillt sind, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.

Ab 10. Januar 2012 wird gemeldet, dass REDjet ihren Flugbetrieb „reduzieren“ werden und dies allgemein als Restrukturierung beschrieben wird. Dazu gehört eine Ausdünnung von derzeit angebotenen Frequenzen in den bedienten Märkten, aber auch die geplante Bedienung von Surinam ab Februar 2012. Sollten im Internet erhältliche Informationen stimmen, sollen bis Ende März 2012 insgesamt „56 ursprünglich geplante Flüge nicht stattfinden“. Konträr dazu wurde die Flotte unabhängig davon um eine erste MD-83 ergänzt, die seit Anfang Dezember 2011 der REDjet zur Verfügung steht.

Am 10. Januar 2012 wurden außerdem angeblich „sämtliche Flüge für 0.1 bis 1 US Dollar“ angeboten. Dies könnte als verzweifelter Versuch angesehen werden, die Auslastung der offerierten Flüge zu erhöhen. Die Auslastung auf diversen Routen wird inoffiziell mit 40% angegeben, ein zu niedriger Wert für das Geschäftsmodell von REDjet. Gleichzeitig besteht offenbar kein ausreichendes Volumen für eine ganzjährig gesunde und hohe Auslastung innerhalb der Karibik.

Diverse Analysten meinen, dass das Konzept der REDjet in der Karibik so nicht umsetzbar ist und die MD-80 als „Inselhüpfer“ ungeeignet ist, wobei die Nichteignung nicht unbekannt ist. So wären die Betriebskosten gegenüber einer Dash 8-300 oder ATR 42 auf kurzen Flügen um bis zu 40% höher.

MD-80.com werden die Situation weiter beobachten.

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